Systemwissen
Holzrahmenbau: Ein Wandaufbau ist eine Kette von Funktionen
Nicht die Anzahl der Schichten entscheidet über Qualität. Wichtig ist, dass Tragfähigkeit, Witterungsschutz, Wärme-, Feuchte-, Luftdichtheits-, Schall- und Brandschutzanforderungen im konkreten System zusammenpassen.
Vereinfachtes Funktionsschema
Nur Funktionsschema, kein konkreter Ausführungsaufbau.
1. Äußere Bekleidung und Witterungsschutz
Die Fassadenseite schützt die Konstruktion vor Witterung und prägt das Erscheinungsbild. Je nach System können Bekleidung, Hinterlüftung und weitere Schichten unterschiedlich ausgebildet sein.
2. Tragender Holzrahmen mit Dämmung
Ständer und Riegel bilden das tragende Raster. Die Gefache können Dämmstoff aufnehmen. Raster, Querschnitte, Aussteifung und Öffnungen müssen statisch zusammen gedacht werden.
3. Luftdichte Ebene
Die luftdichte Ebene muss über Anschlüsse und Durchdringungen hinweg kontinuierlich funktionieren. Besonders kritisch sind Fenster, Decken, Dach und Übergänge zum Bestand.
4. Installationsebene
Eine eigene Ebene für Leitungen kann helfen, Durchdringungen empfindlicher Funktionsschichten zu reduzieren. Sie muss jedoch früh mit Elektro, Sanitär und anderen Gewerken koordiniert werden.
5. Innenbekleidung
Die innere Bekleidung übernimmt Oberflächenfunktionen und kann je nach Aufbau auch Anforderungen an Brand- und Schallschutz unterstützen.
Ein funktionierender Aufbau hängt von Nutzung, Gebäude, Klima, Materialwahl, Fassade, statischem System und Nachweisen ab. Eine schematische Wandgrafik darf nicht als Ausführungsdetail missverstanden werden.
Projektanfrage
Projekt kurz einordnen lassen
Je konkreter die Ausgangslage, desto besser lässt sich einschätzen, welcher nächste Schritt sinnvoll ist.
- Keine „Angebot in 60 Sekunden“-Versprechen bei komplexen Bauvorhaben.
- Die Angaben dienen zuerst der Qualifizierung und technischen Vorprüfung.
- Ausführender Fachpartner und Leistungsumfang werden vor einer Beauftragung transparent benannt.